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Stadtkinder und Nahrungsmittel

Wie kommt das Brot auf den Tisch und woher kommt die Milch, wenn nicht aus dem Tetra-Pack? 
Überall gibt es Fertiggerichte, die nur noch in die Mikrowelle geschoben werden müssen, fertig zubereitete Snacks im Supermarktregal oder der bereits verpackte Burger im Fast Food-Restaurant sind überall erhältlich.
Für Kinder, die in der Stadt aufwachsen, ist die ständige Verfügbarkeit von fertig zubereiteten Lebensmitteln Standard. Dass ein Tier geschlachtet werden muss, damit es am Abend Schnitzel geben kann oder dass eine Kuh gemolken werden muss, damit die Milch zum Frühstück auf dem Tisch stehen kann, ist vielen Kindern völlig fremd.

Sind Kühe lila oder wachsen Cornflakes auf dem Feld?

Diese und andere abenteuerlich anmutende Annahmen sind leider weit verbreitet. Kühe sind lila, das ist doch klar, so sieht man es doch im Fernsehen. Stadtkinder, die noch nie in ihrem Leben auf dem Land gewesen sind, reagieren zum Teil überrascht, wenn sie tatsächlich einer Kuh gegenüberstehen und diese dann auch noch schwarz-weiß gefleckt ist oder ein hellbraunes Fell hat.
Auch Cornflakes werden nicht auf dem Feld geerntet, sondern bestehen je nach Sorte aus Mais oder Getreide.
Dies sind natürlich nur einige von vielen möglichen Beispielen der Legendenbildung - auch die Vorstellung, wie ein Brot gebacken wird, ist vielen Kindern aus der Stadt vollkommen fremd, ebenso wie die Herstellung von Wurst oder Käse. Auch das Wissen, darum dass nicht jedes Gemüse oder Obst in Deutschland heimisch ist, ruft häufig Erstaunen hervor.
Vielen Kindern, die in der Stadt leben, ist das Wissen über die Herkunft und die Herstellung von Lebensmitteln völlig fremd. Besonders schwierig ist die Situation in Familien mit niedrigem Einkommen oder Migrationshintergrund.
Auch wenn immer wieder gefordert wird, dass Kindergärten und Schulen an dieser Stelle eingreifen müssen, ist dies sicherlich nicht vollkommen falsch, doch in erster Linie sind die Eltern in der Verantwortung und müssen daran arbeiten, dass ihre Kinder einen realistischen Blick auf die Welt entwickeln und solche essentiellen Dinge wissen. 

Essen mit Kindern

  • Legen Sie Essensregeln für die Mahlzeiten fest
  • Feste Essenszeiten helfen dabei, einen gleichmäßigen Tagesrhytmus zu entwickeln
  • Gemeinsame Mahlzeiten bieten die Möglichkeit, die Familie an einen Tisch zu bringen
  • Es gibt auch Essen, das Kindern Spaß macht
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  • Nicht nur in tiefreligösen Familien werden gemeinsam Tischgebete gesprochen

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Aufklärung ist notwendig

Doch was können Eltern tun, um ihren Kindern zu zeigen, woher unsere Nahrung stammt?
  Auf der einen Seite sollten die Kinder mit zum Einkaufen genommen werden, am besten nicht nur in den großen Laden, sondern auch auf den Markt, zum Metzger und zum Gemüsehändler. So lernen sie Lebensmittel in ihrem natürlichen Zustand und nicht nur als Fertiggericht kennen. Das gemeinsame Kochen ist der nächste Schritt.
Ausflüge aufs Land oder ein Urlaub auf dem Bauernhof sind weitere Möglichkeiten, das Verständnis für die Herkunft von Lebensmitteln zu fördern.
Des Weiteren gibt es zahlreiche Bilderbücher, die erklären, wie ein Brot gebacken wird, woher die Milch kommt und warum Hühner Eier legen.
Auch das Bewirtschaften eines eigenen Gartens oder das Ziehen von Kräutern in Pflanzkästen sind Formen des spielerischen Lernens und Verstehens.