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Schlechte Noten ? was tun?

Wieder eine Fünf in Englisch oder eine Sechs im Diktat? Schlechte Noten in der Schule sind ein Problem, mit dem sich die meisten Schüler während ihrer Schullaufbahn befassen müssen. Glücklicherweise handelt es sich beim überwiegenden Teil nur um eine vorübergehende Phase, die sich nach einer Weile von selbst erledigt hat oder um eine Schwäche in einem einzelnen Fach, die durch Nachhilfeunterricht einigermaßen behoben werden kann.
Problematisch wird es erst, wenn ein Kind häufig schlechte Noten bekommt und nicht nur ein Fach, sondern verschiedene Fächer betroffen sind. Stellt sich dies nicht als Phase von wenigen Wochen heraus, sollten Sie als Eltern einschreiten und Ihrem Kind helfen, damit die Zensuren bald wieder besser werden.

Gründe für schlechte Noten

Die Gründe, warum Ihr Kind in Klassenarbeiten, in Tests um im Zeugnis schlechte Noten hat, können ganz unterschiedlich sein. Längst nicht immer hat dies mit mangelnder Intelligenz zu tun, oft liegt es an fehlender Motivation oder außerschulischen Problemen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einige der häufigsten Gründe für schlechte Noten vorstellen.

  • Fehlende Motivation: Ihr Kind bekommt schlechte Noten, weil es häufig unkonzentriert ist. Bei den Hausaufgaben oder beim Lernen lässt es sich schnell ablenken, Aufgaben werden nur flüchtig gelesen und fehlerhaft beantwortet. Häufig werden schriftliche Ausführungen sehr knapp verfasst und es heißt "Ich bin fertig". In den Schulheften finden sich häufig Kritzeleien und Zeichnungen.
    Um Ihr Kind zum Lernen zu motivieren, bedarf es einiger Kniffe: Wie wäre es zum Beispiel mit ?Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?: Sobald die Hausaufgaben erledigt sind, machen Sie etwas gemeinsam, auf das sich Ihr Kind besonders freut. Süßigkeiten gibt es erst nach dem Lernen etc. Oder laden Sie einen Klassenkameraden ein, die Hausaufgaben gemeinsam mit Ihrem Kind zu machen, dadurch wird bei vielen Kindern der Ehrgeiz geweckt.
  • Unkonzentriertheit: Ihr Kind bringt schlechte Noten nach Hause, weil es häufig unkonzentriert ist. Für die Hausaufgaben wird überdurchschnittlich viel Zeit benötigt, weil die Gedanken ständig abschweifen. Zahlendreher und Buchstabendreher sind keine Seltenheit, auch das Auslassen ganzer Wörter im Diktat oder im Aufsatz kommt häufig vor. Aufgaben wurden falsch von der Tafel abgeschrieben und können dementsprechend nicht oder nur teilweise bearbeitet werden. Termine für Klassenarbeiten werden nicht notiert.
    Leidet Ihr Kind vielleicht an einer Konzentrationsstörung? Stellen Sie Ihr Kind unbedingt einem Kinderarzt vor.
  • Lernblockaden: Ihr Kind bekommt in Klassenarbeiten und bei anderen Prüfungen schlechte Noten, nicht aber für seine Mitarbeit im Unterricht und die Hausaufgaben. Vor Klausuren oder Tests leidet Ihr Kind an Magenschmerzen oder Kopfschmerzen? Vermutlich leidet Ihr Kind an einer Lernblockade, die durch Angst oder Nervosität hervorgerufen wird.
    Hier können Entspannungstechniken weiterhelfen und beruhigende Worte von Ihrer Seite: Zensuren sind nicht alles. Wenn das fruchtet, werden die Noten bald besser.

Was sind schlechte Noten?

In vielen Familien gibt es Zoff, wenn das Zeugnis mit nach Hause gebracht wird. Auslöser dafür sind die schlechten Noten. Doch was sind eigentlich schlechte Noten? Klar, eine Fünf oder Sechs im Zeugnis ist eine schlechte Zensur, nicht ohne Grund wird dadurch die Versetzung gefährdet. Doch können auch andere Zensuren ?schlecht? sein? Das ist sicherlich immer eine Frage der Perspektive und des Leistungsvermögens.
Hat ein Kind in Mathematik immer nur Einsen und Zweien geschrieben, bringt aber plötzlich eine Drei oder Vier mit nach Hause, kann diese Zensur durchaus als schlecht empfunden werden. Während sich ein anderer Schüler über eine Vier in Englisch freut, weil er vorher immer nur Fünfen geschrieben hat.
Sie sollten daher das Zeugnis nie als losgelöstes Ereignis betrachten, sondern jeder Zensur, die im Laufe des Schuljahres vergeben wird, Aufmerksamkeit schenken. So können Sie zu einem realistischen Urteil über das Leistungsvermögen Ihres Kindes kommen und wirklich schlechte Noten von Noten unterscheiden, die nur gefühlt schlecht sind.


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Helfen Sie Ihrem Kind, damit die Noten wieder besser werden

Bring Ihr Kind eine Klassenarbeit mit einem schlechten Ergebnis nach Hause oder stimmen die Zensuren auf dem Zeugnis nicht mit Ihren Erwartungen überein, überlegen Sie bitte, wo die Gründe dafür liegen können. Hat es einen Schulwechsel gegeben, zum Beispiel den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium oder sind Sie umgezogen? Dies ist in der Regel nur eine vorübergehende Verschlechterung, die sich nach einiger Zeit ausgleicht. Beim Übergang auf ein höheres Leistungsniveau ist es außerdem nicht unüblich, dass sich die Noten leicht verschlechtern. Hier sollten Sie Ihr Kind unbedingt ermutigen nicht aufzugeben und ihm beistehen. So können die Noten auch wieder besser werden.

Haben sich die Zensuren bereits angebahnt, da viele Tests mit einer Fünf oder Sechs bewertet wurden? Dann sollten Sie weniger schimpfen, sondern sich vielmehr auf die Ursachenforschung konzentrieren: Woran liegt es, dass Ihr Kind diese Noten bekommen hat? War es faul? Versteht es den Unterrichtsstoff nicht oder welche Gründe kann es sonst geben? Je nachdem wo der Grund für die schlechte Leistung liegt, kann Nachhilfe oder ein Ferienkurs Abhilfe schaffen. Aber auch klärende Gespräche innerhalb der Familie, mit dem Lehrer oder dem Schulpsychologen können hilfreich sein.

Scheuen Sie sich nicht, Probleme offen anzusprechen. Wenn Ihr Kind die Hausaufgaben in letzter Zeit nur schludrig erledigt und keine Zeit zum Lernen findet, weil es ständig mit Freunden unterwegs ist oder nur Computer spielt, sollten Sie gemeinsam Vereinbarungen treffen, wie Schule und Freizeit unter einen Hut zu bringen sind.

Nutzen Sie auch die Gelegenheit und besuchen Sie den Elternsprechtag. Oftmals erkennen Lehrer Probleme der Schüler schneller und genauer, zumindest wenn sie sich auf den Schulalltag beziehen. Hier können Sie auch Tipps bekommen, ob ein Schulwechsel sinnvoll ist oder ob Sie einen Nachhilfelehrer für Ihr Kind engagieren sollten.

Generell sollten Sie beim Anblick von schlechten Noten nicht in Panik verfallen und wild herumschreien oder Ihr Kind willkürlich bestrafen. Dies hilft in den wenigsten Fällen und trägt kaum dazu bei, dass die Noten wieder besser werden.
Atmen Sie lieber tief durch und nutzen Sie einen ruhigen Moment, um die Situation mit Ihrem Kind zu besprechen. So können Sie gemeinsam eine Lösung finden.

Schulverweigerer

Nicht immer sind schlechte Noten der Auslöser, doch häufig sind sie für Schulverweigerer ein elementares Problem. In der Regel kommen aber viele Faktoren zusammen, dazu können Probleme in der Familie zählen, Ärger mit dem Lehrer, Mobbing und auch Drogenkonsum. 
Was Sie als Eltern tun können, wenn Ihr Kind die Schule schwänzt und auf dem Weg zum Schulverweigerer ist oder bereits dazu geworden ist, können Sie hier nachlesen.