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Kindermode aus Ramie

Ramie ist eine Pflanze, die zu den Brennesselgewächsen gehört. Die vorwiegend in China, Indien und den USA angebaute Pflanze ist eine sehr ergiebige, bis zu 2 Meter hohe Stängelpflanze mit glänzenden und haltbaren Bastfasern, die in guten Jahren bis zu viermal geerntet werden kann.

Aus dem Ramiestrauch werden fingerdicke 1-2 m lange Ruten gewonnen. Diese werden der Länge nach aufgespalten, und die Rinde wird vom Holzkörper getrennt. In der Rinde befinden sich die Faserbündel. Die Rohfasern werden getrocknet, chemisch aufgeschlossen und so spinnfähige Fasern gewonnen. Ramiefasern werden vor allem für hochwertige, strapazierfähige Gewebe verwendet, zum Beispiel für spezielle Garne, Riemen, Bänder, Fallschirmstoffe, Pullover und Handarbeitsgarne.

In der Modebranche im weitesten Sinne sind Stoffe aus Ramie bereits seit den alten Ägyptern bekannt. Damals wurde allerdings noch keine Kindermode aus dieser Faser hergestellt, sondern die Fasern wurden zu Mumienbinden verarbeitet. Durch diese Belege zählt Ramie aber zu den ältesten Faserpflanzen, die es gibt.
Ramie wird auch als das "Leinen des Fernen Ostens" bezeichnet, was nicht verwundertlich ist, da rund 75% der weltweiten Produktion auf China entfallen. Aber auch in Indien und auf den Philippinen werden Stoffe aus dieser Faser erzeugt, die auch nach Europa exportiert werden. In Frankreich, England und Deutschland ist Kinderbekleidung aus Ramie daher in  einigen Boutiquen und Shops zu finden.

Eigenschaften von Ramie

Ramiefasern sind hochwertig, leinenartig und sehr fest. Sie sind glatt und gleichmäßig, gut zu färben und lichtbeständig. Weitere bekannte pflanzliche Fasern sind KapokSisal, Hanf und Jute, die in Kleidung allerdings kaum verwendet werden. Der Vollständigkeit halber sind sie hier aber auch noch aufgelistet.

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