Leinen wird auch als Linnen oder Leinwand bezeichnet. Traditionell wird Leinen für Bettwäsche verwednet, aber auch in der Modebranche findet das Material verwendung. Vor allem handgewebte Kleidungsstücke, aber auch Schuhe und Taschen werden aus Leinen hergestellt.
Im 19. Jahrhundert wurde Leinen durch die Baumwolle fast vollständig aus der Kleidungsbranche verdrängt. Heute gewinnt die Faser aber wieder an Bedeutung, auch im Bereich der Kindermode.
Leinen blickt auf eine jahrtausendelange Kultur zurück: Bereits die ägyptischen Mumien aus den Pyramiden sind in Leinen gehüllt.
Der Flachs, aus dessen Stängeln die Leinenfaser gewonnen wird, wird in ca. 20 Ländern angebaut, sehr viel in Frankreich, Belgien und Niederlande. Flachs ist eine einjährige Pflanze und muss jedes Jahr neu gesät werden.
Leinen ist reißfest und kochfest. Leinen nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt sie rasch wieder ab. Das Material ist luftdurchlässig und kühlt daher. Die Faser ist matt glänzend, wenig schmutzanfällig und fusselt nicht. Leinen knittert stark und ist nicht sehr formbeständig, daher nach dem Waschen in Form ziehen. Manche Öko-Hersteller verwenden nur natürliche Färbungen.
Leinen wird vor allem für luftige Sommerbekleidung verwendet, weil es sich angenehm kühl anfühlt und den Schweiß aufsaugt.
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