Die vorwiegend in China, Indien und den USA angebaute Kapok-Pflanze ist eine sehr ergiebige, bis zu 2 Meter hohe Stängelpflanze mit glänzenden und haltbaren Bastfasern, die in guten Jahren bis zu viermal geerntet werden kann.
Aus dem Kapokstrauch werden fingerdicke 1-2 m lange Ruten gewonnen. Diese werden der Länge nach aufgespalten, und die Rinde wird vom Holzkörper getrennt. In der Rinde befinden sich die Faserbündel. Die Rohfasern werden getrocknet, chemisch aufgeschlossen und so spinnfähige Fasern gewonnen. Kapokfasern werden vor allem für hochwertige, strapazierfähige Gewebe verwendet, zum Beispiel für spezielle Garne, Riemen, Bänder, Fallschirmstoffe, Pullover und Handarbeitsgarne.
Einige Designer haben sich inzwischen der Kapok-Faser angenommen und fertigen daraus robuste Kinderkleidung an.
Kapokfasern sind hochwertig, leinenartig und sehr fest. Sie sind glatt und gleichmäßig, gut zu färben und lichtbeständig. Außerdem besitzen die Fasern einen wachsartigen Überzug, der sie wasserabweisen macht. Dies lässt einigen Raum offen, für den Einsatz von Kapok im Bereich der Outdoormode.
Weitere bekannte pflanzliche Fasern sind Sisal, Hanf und Jute, die in Kleidung allerdings kaum verwendet werden. Der Vollständigkeit halber sind sie hier aber auch noch aufgelistet.