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Geschichte der Kindermode - Mädchenmode in Deutschland nach 1945

Kurze Jacken, Blusen, kurze Röcke, kurze Kleider und auch hier die obligatorischen Kniestrümpfe. So wuchs eine ganze Generation von Mädchen auf. Über dem Rock und der Bluse bzw. dem kurzen Trägerkleid trug das moderne Mädchen meist noch eine Strickjacke. Bei Betrachtungen von Klassenfotos und ähnlcihen Aufnahmen aus dieser Zeit, zeigt sich häufig ganz deutlich, dass es im Bereich der Kleidungsstile bei Kindern und Jugendlichen in den 50er und 60er Jahre ganz deutliche Unterschiede gegeben hat. 

Während einige Kinder dunkle Kinderschuhe, Kniestrümpfe, kurze Kinderhosen, dunkle Pullunder und darunter als Farbklecks einen weißen Rollkragenpullover trugen, traten einige Mitschüler ganz anders auf: Mit langer dunkler Kinderhose aus Stoff, dunklem Langarm-Pullover und weißem Hemd. 
An anderen Jungen auf solchen Fotos werden die weiteren Modetrends der damaligen Zeit deutlich sichtbar. Auch legere Freizeitmode mit langer Hose und T-Shirt, die im Grundsatz auch heute noch tragbar wäre, sind zu finden. Wiederum andere Gleichaltrige tragen Knickerbocker oder Wanderhose, Trachtenjacke und Pullover oder Lederhose, Trachtenhemd und Rollkragen-Pullover. Diese Unterschiede sind vor allem in den 50er Jahren auf die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Familien zurückzuführen.

Im Bereich der Mädchenmode dominierten zunächst Röcke, Kleider und Blusen. Hosen für Mädchen gab es zwar, doch zunächst wurden sie als zu wenig weiblich angesehen und konnten sich kaum durchsetzen. Nach und nach wurden diese starren Regel aber immer weiter aufgeweicht, sodass vor allem in den 60er Jahren auch immer mehr Mädchen Hosen trugen.