Mit dem zunehmenden Einfluss der Bürger in den Städten, besserer Bildung etwa durch Universitäten schwand der Einfluss der Kirche auf die Menschen und damit auch auf die Mode. Zudem hatten die in den Städten angesiedelten Handwerker, wie Tuchmacher, Färber beeinflusst von neuem Wissen und Geschäftskontakten zu anderen Regionen der Welt, immer wieder neue Ideen für Designs und Schnitte der Kleidung.
Ein gutes Beispiel frü die freizügiger werdende Kleidung ist das Höllenfenster. Frauen wie Mädchen trugen über ihrem Oberkleid (Cotte) ärmellose Übergewände, die so genannten Surcots. Cotte und Surcots waren erst weit und wallend und züchtig geschlossen, wurden im Laufe der Jahre aber immer schmaler und körperbetonter, darüber hinaus wurden die Ärmelausschnitte bei den Frauen-Surcots immer größer, bis sie - als von der Kirche gegeiselte Höllenfenster - den Blick auf fast den gesamten Oberkörper freigaben.
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