Erst ab etwa dem sechsten oder siebten Lebensjahr, gab es unterschiedliche
Kinderbekleidung für Jungen und Mädchen. Jungen entwuchsen nun den Kinderkleidern und durften ihre ersten echten Kinderhosen tragen. Die Hosen waren in Form und Schnitt an die Hosen der Erwachsenen angelehnt. Im Laufe der Zeit spielte im Bereich der Mode für Jungen auch die uniformierung eine immer größere Rolle: Matrosenanzüge, Kadettenunformen etc. waren gern gesehen.
Und die Mädchen? Die kleideten sich nun nach der Mode ihrer Mütter also mit Röcken, Blusen oder weiter langen Kleidern. Wobei die Mädchen aus besseren Kreisen schon in diesen jungen Jahren oft in Korsetts gequetscht wurden, da ein flacher Oberkörper als schick angesehen wurde. Dieser Trend hielt bis in das 18. Jahrhundert an, in einigen Gesselschaftsteilen sogar deutlich länger. Als die Röcke für Mädchen immer kürzer wurden, die Hochphase war sicherlich in den 1920er Jahren erreicht, kam das Mieder oder Korsett für junge Mädchen schließlich ganz aus der Mode.
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